Geschichte des Biosphärenreservates

Die Altstadt und der Hafen von Boizenburg grenzen an die Auen von Boize und Elbe. © S. Teuber

Naturnahe Lebensräume, typische Fluss- und Auenstrukturen sowie eine jahrhundertealte Kulturlandschaft sind charakteristisch für das 1997 von der UNESCO anerkannte Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe.

Die Elberegion nach heutigen Lebensansprüchen nachhaltig zu entwickeln und gleichzeitig die Schönheit und den ökologischen Wert der alten Kulturlandschaft zu erhalten, ist das Ziel des Biosphärenreservatsamtes und seiner Partner.

Die Flusslandschaft Elbe – UNESCO-Biosphärenreservat seit 1997
 

Die rund 1100 Kilometer der Elbe verbinden als drittgrößter Strom Mitteleuropas das tschechische Riesengebirge mit der Nordsee. Im Abschnitt der Unteren Mittelelbe zwischen Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein hat sich - verglichen mit anderen großen Strömen - eine für Mitteleuropa einmalige Flussauenlandschaft weitgehend naturnah entwickeln können. Eine solche intakte Flusslandschaft kann nur im Verbund erhalten werden. Deshalb haben sich die fünf Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zusammen getan, um auf über 400 Flusskilometern diese weitläufige Auenlandschaft wirkungsvoll zu schützen, schonend zu nutzen und nachhaltig weiter zu entwickeln. 

So entstand das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, welches 1997 durch die Weltorganisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) als internationales UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt wurde.

Mit über 2.822 km2 gehört es zu den größten Schutzgebieten im deutschen Binnenland und zu den größten Biosphärenreservaten in Europa. Der mecklenburgische Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates umfasst 460 km2 und erstreckt sich auf einer Länge von ca. 65 km entlang der niedersächsischen Grenze zwischen Boizenburg und Dömitz. 

Spaziergängerin auf der Elbhangtreppe beim Aussichtsturm Elwkieker hinab zur Sude im UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe. © D. Foitlänger
Die Elbhangtreppe unterhalb des Aussichtsturms Elwkieker führt hinab zur Sude.