Vertreter deutscher Biosphärenreservate tagen in Vielank

Vertreter der deutschen Biosphärenreservate bei einer Exkursion auf die Binnendüne bei Klein Schmölen

Vertreter der deutschen Biosphärenreservate bei einer Exkursion auf die Binnendüne bei Klein Schmölen

Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Biosphärenreservate ist von Mittwoch (21.09.) bis Freitag (23.09.) zu ihrer 56. Tagung in Vielank (LK Ludwigslust-Parchim) im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V zusammengekommen. Im Rahmen eines regionalen Abends treffen sich die Vertreter der deutschen Biosphärenreservate am Donnerstag Abend in Dömitz mit Akteuren aus der Region.

„Der regionale Abend hat mittlerweile eine feste Tradition im Rahmenprogramm der Tagung. Er dient dazu mit Akteuren aus der Region ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und Themen zu besprechen, die viele Biosphärenreservate betreffen“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung. Er betonte aber auch, dass kein Biosphärenreservat wie das Andere sei. Es gehe nicht darum, Schablonen zu entwerfen, sondern Ideen, die auch für andere Biosphärenreservate nützlich sein können.

Inhaltlich wird es bei der Tagung schwerpunktmäßig um die nationale Umsetzung des „Lima-Aktionsplans“ gehen. Er wurde im März beim Weltkongress der Biosphärenreservate in Lima/Peru verabschiedet und umfasst nahezu 60 konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Weltnetzes und der einzelnen Biosphärenreservate.

In Mecklenburg-Vorpommern, so Minister Backhaus, wird derzeit viel für die Förderung von so genannten Netzwerkkoordinatoren getan. Sie sollen unter anderem die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz weiter forcieren und im Rahmen geeigneter Projekte dem Verlust der Artenvielfalt und dem Voranschreiten des Klimawandels entgegenwirken.

Erst kürzlich übergab Minister Backhaus dem Förderverein Biosphäre Elbe e.V. einen Zuwendungsbescheid über 150.000 €. Mit dem Geld kann das Biosphärenreservat Elbe (Teilgebiet M-V) in den kommenden 3 Jahren eine Netzwerkoordinatorin beschäftigen. Eine Förderung erfolgt auch im Biosphärenreservat Schaalsee und Südost-Rügen.

Auch stellte der Minister die Bedeutung länderübergreifender Kooperationen für die Regionalentwicklung heraus. Als derzeit wichtigstes Projekt hierzulande bezeichnete er die zertifizierten „Partner des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe“, zurzeit insgesamt 95 Partner, davon 32 aus dem mecklenburgischen Teil. Die Aktivitäten reichen von regelmäßigen Treffen über den Aufbau einer gemeinsamen Website bis hin zur Umsetzung gemeinsamer Veranstaltungen wie den „BiosphäreElbeMarkt“ auf der Festung Dömitz.

Quelle: Nr.306/2016  | 22.09.2016  | LU  | Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz