UNESCO nimmt elf neue Biosphärenreservate auf

Vielfalt der Welt: Von der Tropeninsel bis zur Alpenlandschaft

Biosphärenreservat Monte Viso in Italien/Frankreich

Biosphärenreservat Monte Viso in Italien/Frankreich (© UNESCO/Christophe Gerrer)

Die UNESCO hat heute elf Gebiete in Europa, Amerika und Asien als neue Biosphärenreservate anerkannt. Das gab der Internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programms "Der Mensch und die Biosphäre" in Paris bekannt. In das Weltnetz aufgenommen wurden unter anderem die artenreiche Sumpflandschaft Marais Audomarois im Norden Frankreichs, die Heimat der schwarzen Himbeere im südkoreanischen Gochang, die in der Bucht von Bengalen gelegene indische Tropeninsel Groß Nikobar und der für Brutvögel wichtige Salzwassersee Alaköl im Süden Kasachstans.

Zudem hat die UNESCO vier Gebiete aus Spanien anerkannt, darunter das Delta des Ebros im Süden Kataloniens. Außerdem wurde die französisch-italienische Alpenlandschaft rund um den Monte Viso, den südlichsten Alpengipfel über 3.500 Meter, in das Weltnetz aufgenommen. Ein deutsches Gebiet war nicht nominiert. Weltweit hatten sich 15 Gebiete um eine Aufnahme beworben. Voraussetzung ist ein strategisches Konzept: Die Bewohner der Biosphärenreservate müssen nachhaltig im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften.

Das Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate umfasst jetzt 621 Gebiete in 117 Ländern, 15 davon in Deutschland. Das Wattenmeer, die Rhön und die Schwäbische Alb sind ebenso Biosphärenreservate wie der australische Ayers Rock, die Galápagos-Inseln und die äthiopische Region Kafa. Die Gebiete sind repräsentative Kulturlandschaften mit einer Vielfalt an Ökosystemen.

Seit 1971 entwickelt das UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" Konzepte und Instrumente, wie Regionen umweltverträglich und ressourcenschonend wirtschaften können. Wichtiges Instrument des Programms sind weltweit die Biosphärenreservate. In diesen Modellregionen lösen die Verwaltungen, Unternehmen und Bewohner gemeinsam Interessen etwa bei Klimaschutz, Straßenbau und Landnutzung.


(Quelle und weitere Informationen: www.unesco.de/7925.html)