Minister Dr. Till Backhaus besucht das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe in Boizenburg und informiert über die geplante Entwicklung

Um die Maßgaben der UNESCO zu erfüllen soll der mecklenburgische Teil des UNESCO Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe innerhalb eines Zeitraumes von 5 Jahren   als Biosphärenreservat nach Landesrecht ausgewiesen werden.  Am 12. Februar  informierte Minister Dr. Till Backhaus  in einem Pressegespräch in der Biosphärenreservatsverwaltung in Boizenburg wie dieses Vorhaben realisiert werden soll.  „Mein Ziel ist es, mit dem UNESCO Prädikat ähnlich erfolgreich wie in der Schaalseeregion eine Imageaufwertung zu erzielen und die Bemühungen aller Akteure für eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Unter Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel begehen wir in diesem Jahr offiziell das Jahr der deutschen Biosphärenreservate.  Das Prädikat UNESCO Biosphärenreservate steht heute weltweit für besonders wertvolle Kulturlandschaften und Tourismusregionen. Ich bin stolz darauf, dass wir mit dem mecklenburger Teil der Flusslandschaft Elbe dabei sind“, sagt der Minister.

Das länderübergreifende Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe wurde  im Jahr 2007 durch die UNESCO einer Qualitätsprüfung unterzogen, die regelmäßig alle 10 Jahre stattfindet.  Dabei wurden auch für den mecklenburgischen Anteil Defizite festgestellt.  Diese beziehen sich in erster Linie auf die Wahrnehmung von Aufgaben in den Bereichen Forschung und Monitoring, den landesrechtlichen Schutzstatus, sowie die länderübergreifende Zusammenarbeit zum Beispiel bei der nachhaltigen Regionalentwicklung.

Innerhalb von fünf Jahren sollen wesentliche Defizite abgebaut bzw. Lösungen aufgezeigt werden.
„Mein Ziel  ist es, für den mecklenburger Teil des UNESCO Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe die notwendige Ausweisung zu einem Biosphärenreservat nach Landesrecht einzuleiten. Nach dem Landesnaturschutzgesetz von M-V werden Nationalparke und Biosphärenreservate durch Gesetz errichtet. Ich halte es  für zweckmäßig, bereits heute die Erfahrungen des Amtes für das Biosphärenreservat (AfBR) Schaalsee zu nutzen und die damit verbundenen Aufgaben dort anzusiedeln und zu bündeln.“ sagt Minister Dr. Backhaus.
Grundlage für die Erarbeitung des Gesetzes  wird die bereits bestehende Naturparkverordnung sein. Sorgen und Ängste in Richtung zusätzlicher großer Einschränkungen sind unberechtigt und nicht zu erwarten. Im Einzelfall werden hierzu Gespräche notwendig sein. Gefragt ist hierbei vor allem die kooperative Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Bürgern und Verbänden. Wir werden frühzeitig das Gespräch suchen.

Bei der Umsetzung der Schutzzonen kann auf  Flächen in bereits bestehenden  und geplanten Naturschutzgebieten  sowie  auf ausgewiesene Flora-Fauna-Habitat-Gebiete zurückgegriffen  werden. Einschränkungen in der Landwirtschaft oder anderer Nutzungen  sind daher nicht, bzw. nur in geringem örtlichen Umfang zu erwarten.

Handlungsschwerpunkte im Bereich Forschung und Monitoring sollen in den nächsten Jahren insbesondere auf die Umsetzung der Strategie des Bundes zur „Biologischen Vielfalt“ sowie auf sozioökonomische Fragestellungen ausgerichtet werden.     
Außerdem wird eine intensive  Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten angestrebt.

Die bereits vorhandnen Aktivitäten in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit sollen ebenfalls weiter ausgebaut werden. Insbesondere soll die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen intensiviert werden und Projekte im Rahmen der UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ entwickelt werden.

„Insgesamt bin ich mir sicher, dass das Biosphärenreservat zukünftig erheblich zur Stärkung der Region beitragen wird. Ich wünsche mir, dass die Bürger und Verantwortungsträger der Region diesen Prozess sowie die Biosphärenreservatsverwaltung aktiv und konstruktiv unterstützen“
sagt Minister Dr. Backhaus