World Ranger Day am 31. Juli

Ranger in den beiden UNESCO-Biosphärenreservaten Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern und Schaalsee

Ranger führen Besuchergruppen durch das Biosphärenreservat

Rangerin Simone Schneider kontrolliert eine Insektenfalle im Rahmen eines bundesweiten Monitorings

Das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe ist die zuständige Verwaltung für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee und das UNESCO- Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern. Hier arbeiten 20 Rangerinnen und Ranger (davon drei als Serviceleiter).
Die Ranger sind als Mitarbeiter des „Biosphäre-Service“ die ersten Ansprechpartner für Bewohner und Besucher der Region in allen Fragen des Naturschutzes und des Naturerlebens.

Welche Tätigkeiten über die Ranger im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe aus?
Während des gesamten Jahres sind die Ranger in den Schutzgebieten der Biosphärenreservate anzutreffen. Sie arbeiten oft direkt im Gelände und führen z.B. Gebietskontrollen, Exkursionen mit Besuchergruppen und praktische Arbeiten wie Bau und Unterhaltung von Besuchereinrichtungen durch.

Die Aufgabenbereiche der Ranger sind sehr vielfältig:
• Wissenschaftliche Untersuchungen/Monitoring: Datenerhebung bei Monitoring-Programmen für Tier- und Pflanzenarten, Unterstützung von Forschungsprojekten
• Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit: Informationsweitergabe an Besucher sowie an die örtliche Bevölkerung, nicht nur in den Pflegezonen und Naturschutzgebieten; Präsentation von Vorträgen, Betreuung von Biosphäre-Infoständen
• Besucherbetreuung: Durchführung von naturkundlichen Führungen, Exkursionen, Projekttagen etc.
• Bildung für nachhaltige Entwicklung: Betreuung von regelmäßigen Schul- und Bildungsprogrammen (Bachpatenprogramme) und dem Projekt Junior-Ranger
• Pflege- und Reparaturarbeiten: landschaftspflegerische Maßnahmen, praktische Artenschutzmaßnahmen, Kontrolle der Besucherlenkeinrichtungen und deren Gefahrensicherung, Maschinen- und Gerätewartung
• Überwachung und Schutz: Kontrolle der Einhaltung von Schutzbestimmungen, Unterstützung von Polizei, Feuerwehr und Behörden, Erste Hilfestellung

 

Hintergrund:

Vielerorts in den Nationalen Naturlandschaften heißen Ranger auch Naturwacht, Naturschutzwacht oder Nationalparkwacht. Sie bilden eine kleine Berufsgruppe, die sich hauptamtlich um Naturschutz und Gästebetreuung in den Schutzgebieten kümmert. Seit 1998 gibt es ein bundesweit anerkanntes Berufsbild: Geprüfte/r Natur- und Landschaftspfleger/in.

Der „Welt-Ranger-Tag“ findet jährlich am 31. Juli statt. Er hat zum Ziel auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur- und Kulturerbes dieser Erde aufmerksam zu machen und den Rangern zu gedenken, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Der „Welt-Ranger-Tag“ wurde von der International Ranger Federation (IRF) ins Leben gerufen und wird von der The Thin Green Line Foundation (TTGLF) und anderen Organisationen unterstützt. The Thin Green Line Foundation ist eine Stiftung, die die Familien getöteter Ranger unterstützt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein „Role of Honor“, eine Liste mit dem Namen der getöteten Ranger erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen.

Alle Ranger und Unterstützer sind aufgerufen an diesem Tag durch öffentliche und private Veranstaltungen auf die Arbeit der Ranger und ihren oft lebensbedrohlichen Einsatz aufmerksam zu machen. Auch in Deutschland finden mittlerweile zahl-reiche Aktionen statt. (Quelle: Bundesverband Naturwacht e.V.)