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Welt-Ranger-Tag: Naturschützer in Uniform auch für M-V wichtig

Umweltminister Dr. Till Backhaus mit Carsten Wagner, Ranger im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und Vorsitzender des Bundesverbandes Naturwacht.

Vielbestaunt - anlässlich der Feierlichkeiten zum 30jährigen Bestehen der Nationalen Naturlandschaften in M-V ist die Glasarche zu Gast am Elbberg.

Umweltminister Dr. Till Backhaus informiert sich bei den Rangern Lina Göring und Jan Röder aus dem Nationalpark Jasmund.

Ranger Burkhard Fellner vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe berichtet über die laufenden Monitoring-Programme für Tier- und Pflanzenarten.

Die Ranger Dietmar Schiefer (re.) und Kai Lindners (mi.) präsentieren dem Umweltminister Dr. Till Backhaus die sieben Naturparks in M-V.

Ranger Steffen Sprenger berichtet Umweltminister Dr. Till Backhaus über die behördenübergreifende Zusammenarbeit im UNESCO-Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Die Junior Ranger und Rangerin Simone Schneider aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V stellen dem Umweltminister ihren Naturerlebnisgarten vor.

Zum heutigen Welt-Ranger-Tag am 31. Juli würdigt Umweltminister Dr. Till Backhaus in Boizenburg das Engagement der Rangerinnen und Ranger Mecklenburg-Vorpommerns. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz unseres Landes“, sagte er bei einem Treffen mit Mitarbeitern aus den staatlichen Großschutzgebieten Mecklenburg-Vorpommerns. Während jedoch in anderen Teilen der Welt die Ranger bei ihrer originären Aufgabe mitunter ihr Leben riskieren, erlebt der Beruf hierzulande einen Wandel. „Bei uns sind Sie wichtige Ansprechpartner vor Ort, wenn es darum geht, die Mitmenschen für das Thema Umwelt- und Naturschutz zu begeistern.“
Diese Einschätzung wurde von den Mitarbeitern der Nationalen Naturlandschaften demonstrativ bestätigt. An sieben Stationen stellten sie dem Minister ihr Arbeitsfeld vor. Das reicht von der Besucherbetreuung und Bildungsarbeit, über die Beratung von Partnern des Vertragsnaturschutzes und die Pflege der Natur sowie der Besuchereinrichtungen bis hin zur Datenerfassung für Monitoringprogramme. Aber auch die ursprüngliche Aufgabe der Kontrolle der Einhaltung der Schutzbestimmungen gehört weiterhin zum Arbeitsfeld.
In Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt 125 Ranger bei den drei Nationalparks, den drei Biosphärenreservaten und den sieben Naturparks angestellt. Die jährlichen Personalkosten betragen 6,2 Mio. Euro. Dazu kommen Sachkosten wie die Ausstattung mit dem markanten Rangerhut und Arbeitsschutzkleidung.
In allen Nationalen Naturlandschaften des Landes sind zudem als Zusatzangebot Nachwuchs-Ranger unterwegs, um die Naturbesonderheiten vor ihrer Haustür kennenzulernen. Die Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren nennen sich stolz Junior-Ranger. Das Bundestreffen der Junior-Ranger sollte Mitte Juni in Boizenburg stattfinden. Nun wird das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V erst im nächsten Jahr Gastgeber von Junior-Rangern aus ganz Deutschland sein.

HINTERGRUND:
Als Ranger wurden ursprünglich die Nationalparkwächter in den USA bezeichnet. Heute erfasst der Begriff weltweit die Naturwächter und Wildhüter in Schutzgebieten. Um auf ihre wichtige Arbeit aufmerksam zu machen und derer zu gedenken, die während ihres Dienstes für den Naturschutz getötet wurden, hat die International Ranger Federation (IRF) den 31. Juli zum Welt-Ranger-Tag erklärt, der jährlich begangen wird. Vertreter Deutschlands bei der IRF ist der 1995 gegründete Bundesverband Naturwacht e.V..
Mit Carsten Wagner, Ranger im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, ist ein Mitarbeiter aus Mecklenburg-Vorpommern Vorsitzender des Bundesverbandes Naturwacht. Ehrenamtlicher Geschäftsführer ist mit Martin Gehrke ebenfalls ein Vertreter Mecklenburg-Vorpommerns.

Quelle: Pressemitteilung Nr.144/2020  | 31.07.2020  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt