Der Himmelsziege auf der Spur

Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V bietet anlässlich des jährlichen „Europäischen Tag der Parke“ am Freitagabend, dem 24. Mai einen vogelkundlichen Spaziergang in den ehemaligen Polder Blücher an, der vor einigen Jahren zu einer naturnahen Flussaue renaturiert wurde.

Eine Bekassine steht auf der Wiese im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe in M-V.. © O. Ulmer
Die Bekassine ist eine sehr langschnäbelige, mittelgroße Art aus der Familie der Schnepfenvögel und auch im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe anzutreffen. Mit ihrem langen schmalen Schnabel halten sie sich häufig auf schlammigen und nassen Oberflächen auf und stochern darin nach Regenwürmern.

Der Treffpunkt ist um 18:00 Uhr am Kirchturm Blücher, der den Teilnehmenden bei Bedarf ein fantastisches Panorama in gut 22 Meter Höhe bietet: „Hier gibt es sozusagen eine Flusslandschaft mit Ausblick“, freut sich Ranger Burkhard Fellner auf die Tour. „Die Chance, der ‚Himmelsziege‘ auf die Spur zu kommen, stehen gar nicht schlecht, denn hier konnte die Bekassine, auch bekannt als ‚Meckervogel‘, schon öfters nachgewiesen werden“, so der Ranger.

Der Wiesenbrüter liebt Moore, Feuchtwiesen und schlammige Uferflächen, jedoch ist sein Bestand in Europa aufgrund von Lebensraumverlusten bedroht. Umso erfreulicher, dass die extensiv genutzten Wiesen und der renaturierte Lauf der Schaale nun auch Brutgebiete für andere gefährdete Vogelarten sind, z.B. für Blau-, Braun- und Schwarzkehlchen, alle vier Rohrsängerarten aber auch für Eis- und Brachvogel und den Kranich.
Die ca. zweistündige und 5 km lange Wanderung ist kostenfrei und eine kleine Spende für die Bildungsarbeit des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe ist gern gesehen.


Hintergrund zum „Europäischen Tag der Parke“:

Der Europäische Tag der Parke findet jährlich am 24. Mai statt und würdigt die europäischen Großschutzgebiete und deren Leistungen für die Gesellschaft. Genauer gesagt sollen Erhaltung und Pflege von Lebensräumen mit diesem Aktionstag ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Wahl des 24. Mai als Termin bezieht sich auf das Gründungsdatum der ersten neun europäischen Nationalparke im Jahr 1909 in Schweden.