Auftakt zum ersten Biosphären-Kino: „Roter Teppich für die Natur“
Den Auftakt macht am Donnerstag, 17. September, um 19:00 Uhr der Dokumentarfilm „WIE GEHT NATUR?!“ über den Brandenburger Biologen und anerkannten Moor-Experten Michael Succow. Im Anschluss an die Filmvorführung folgt ein Podiumsgespräch mit Christiane Grefe, langjährige journalistische Wegbegleiterin von Michael Succow und Co-Autorin seines Buches „Abenteuer des Lebens“, Anke Hollerbach, Leiterin des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe und Rico Reichelt, Bürgermeister der Biosphärengemeinde Boizenburg/Elbe, die im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz- und Klimaanpassung wahrnimmt.
„In den letzten Jahren haben wir immer mal wieder gemeinsam mit dem Kino Boizenburg als Partner des Biosphärenreservats einzelne Filme oder Vorträge präsentiert. Nun wollen wir einmal im Jahr unter dem Motto Biosphären-Kino eine mehrteilige Filmreihe starten“, so Anke Hollerbach. „Wir holen besondere Natur-Filme in die Biosphärengemeinde Boizenburg/Elbe und schaffen damit auch einen weiteren Anlass, das Kino Boizenburg als herausragende Kulturort zu nutzen.“
Die Idee für das Biosphären-Kino entstand im November 2025 bei der zweiten Aufführung des Dokumentarfilms „WIE GEHT NATUR?!“ im Gespräch mit Michael Succow. „Wir waren uns einig, dass dieser Film unbedingt auch bei uns im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe gezeigt werden soll“, blickt Anke Hollerbach zurück. Der Film erzählt die außergewöhnliche Lebens- und Wirkungsgeschichte von Michael Succow und zeigt, wie der Träger des Alternativen Nobelpreises die Naturschutzgeschichte Deutschlands und darüber hinaus geprägt hat – und damit auch die Entstehung der Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe.
Der zweite Film in der Reihe ist eine Matinee: am Sonntag, 11. Oktober um 11:00 Uhr ist der investigative Dokumentarfilm „Holy Shit“ von Rubén Abruña zu sehen, der im Jahr 2023 mit dem Deutschen NaturfilmPreis ausgezeichnet wurde. Der Film beschäftigt sich humorvoll und mit beeindruckenden Beispielen aus 16 Städten auf vier Kontinenten mit einer wertvollen Ressource und wie sie für Dünger, Energie, Hygiene und Klimaschutz genutzt werden kann.
Für den dritten Termin am 3. November haben die Veranstalter bewusst den „Internationalen Tag der Biosphärenreservate“ ausgewählt. An diesem Abend wird einer der fünf Preisträgerfilme des Deutschen NaturfilmPreises 2026 gezeigt. Nominiert sind 12 Filme in fünf Kategorien: Wildnis Natur, Mensch & Natur, Jurypreise für herausragende Leistungen, Preis der Kinder- & Jugendjury sowie Publikumswahl. Die Preisträger werden am 10. Oktober im Rahmen der Preisverleihung beim Darßer NaturfilmFestival bekannt gegeben.
Welcher Film am 3. November im Kino Boizenburg zu sehen sein wird, wollen die Veranstalter ab Mitte Oktober unter www.elbetal-mv.de und www.kino-boizenburg.de bekannt geben.
Eine Besonderheit des dritten Filmabends: Dank der Kooperation mit der Deutschen NaturfilmStiftung ist der Eintritt ins Kino Boizenburg frei.
Auch das war ein wichtiger Impuls für das „Biosphären-Kino“: „Seit Jahren wünsche ich mir die Zusammenarbeit mit dem Darßer NaturfilmFestival, bei dem der Deutsche NaturfilmPreis als wichtigste Auszeichnung für Natur- und Umweltfilme in Deutschland verliehen wird.“, so Anke Hollerbach.
Seit 2008 haben sich Festival und Filmpreis zu einer wichtigen Plattform für Natur- und Umweltfilme in Deutschland entwickelt, waren jedoch hauptsächlich für das Publikum vor Ort im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erlebbar. Durch eine Kooperation der Stiftung Nationale Naturlandschaften und der Deutschen NaturfilmStiftung können die ausgezeichneten Filme nun auch in anderen Nationalen Naturlandschaften gezeigt werden. Damit erhalten Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate die Möglichkeit, einen der Preisträgerfilme im Rahmen einer Sonderveranstaltung des Deutschen NaturfilmPreises zu präsentieren. Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V greift mit dem „Biosphären-Kino“ diese Möglichkeit als eines der Schutzgebiete auf.
Hier gibt es den Programmflyer zum Biosphären-Kino 2026 [PDF 1,2 MB].