Unterwegs am Grünen Band in Mecklenburg-Vorpommern

Direkter Blick auf einen ehemaligen Grenzturm der DDR bei blauem Himmel mit Schönwetterwolken. © R. Colell
Historischer Grenzturm in Boizenburg

In Mecklenburg-Vorpommern erstreckt sich das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze vom Priwall an der Ostsee bis in die Niederungen der Elbe auf 157 km Länge. Aus Richtung Norden kommend, stellen unsere beiden Biosphärenreservate das Eingangstor nach Mecklenburg-Vorpommern dar. An unterschiedlichen Orten in unseren Biosphärenreservaten können Sie das Grüne Band erleben und die Geschichte dieser Region erfahren.
 

Dabei ist das Grüne Band in Mecklenburg-Vorpommern jedoch kein ausgebauter Wanderweg. Zu Teilen ist der ehemalige Kolonnenweg zwar heute noch intakt und allgemein zugänglich, jedoch liegen Abschnitte des Grünen Bandes auch in den Kernzonen des Biosphärenreservates Schaalsee und sind lediglich aus der Ferne zu betrachten. 

 

 

Ausflugstipps, Führungen und interessante Orte am Grünen Band
 

Blick auf den ehemaligen Kontrollturm KP-Vier in Boizenburg. © A. Mehlich
Der ehemalige Kontrollpunkt KP-Vier im ehemaligen Sperrgebiet der DDR am Ortseingang Boizenburg.

Elbbergmuseum Boizenburg/Elbe

Ausstellungen zum KZ-Außenlager Boizenburg und zur ehemaligen Innerdeutschen Grenze. Rund um den früheren Turm des Kontrollpunktes dokumentiert eine Ausstellung die Geschichte der Innerdeutschen Grenze im Kreis Hagenow. Eine Toninstallation im Turm verweist auf das Leben im Sperrgebiet, auf Flucht und Zwangsaussiedlung.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Seite der Stadt Boizenburg

www.boizenburg.de

Blick über Baumkronen zur Elbe vom Aussichtsturm in Rüterberg am Grünen Band.. © A. Mehlich
Vom Aussichtsturm in Rüterberg am Grünen Band man einen weiten Ausblick über den Flusslauf der Elbe.

Rüterberg 

Das Dorf Rüterberg in Mecklenburg-Vorpommern liegt zwischen Dömitz und Hitzacker an der Elbe.  Ab 1945 bildete die Elbe die Grenze zur sowjetischen Besatzungszone. Somit lag Rüterberg zur Zeit der innerdeutschen Teilung im damaligen Grenzgebiet.  1966 kam es zur "Schlacht von Gorleben", in der die Besatzungsmächte um den Verlauf der innerdeutschen Grenze gerungen haben (Flussmitte oder Ostufer). Daraus resultierte ab 1967 ein zweiter, innerer Grenzzaun, der Rüterberg umgab. Nur durch ein bewachtes Tor konnten die Bewohner und Besucher das Dorf betreten.


Heute können Sie einen Teil der Grenzsicherungsanlagen als Wiederaufbau in Rüterberg besichtigen. Vom hölzernen Aussichtsturm haben Sie einen weiten Blick über den Verlauf der Elbe. 

www.doemitz.de

Mittig im Bild steht eine Informationstafel mit Portrait von Michael Gartenschläger, rechts daneben steht ein schwarz-rot-gelb gestreifter Grenzpfahl. © A.Mehlich
Im Gartenschlägereck nahe Leisterförde erinnert eine Informationstafel an Michael Gartenschläger.

Gartenschläger Eck

Das Gartenschläger Eck zwischen Leisterförde und Bröthen ist eine Gedenkstätte für Michael Gartenschläger, der in der Nacht zum 1. Mai 1976 beim dritten Abbau einer Selbstschussanlage durch eine Spezialeinheit der Staatssicherheit erschossen wurde. Zu dem Areal gehören außerdem der Streifen Heide entlang des ehemaligen Streckmetallzaunes, der Gedenkstein für die geschleifte Siedlung Wendisch Lieps und die rekonstruierte DDR-Sperranlage in Leisterförde. Dafür gibt es einen eigenständigen Rundweg.