Schutzzonen

Ein Biosphärenreservat muss verschiedene Aufgaben erfüllen, von der nachhaltigen Weiterentwicklung der Wirtschaftsstruktur über Naturschutzmaßnahmen bis hin zu Forschung und Bildung.
Um dieser Vielfalt an Aufgaben gerecht zu werden und um den internationalen Verpflichtungen nachzukommen, wurden vom deutschen MAB-Nationalkomitee verbindliche Kriterien für die Anerkennung und Überprüfung von UNESCO-Biosphärenreservaten erlassen. Die Gliederung des Biosphärenreservats in drei Zonen mit abgestufter menschlicher Einflussnahme gehört dazu.

Was genau ist unter „Zonierung“ zu verstehen?

Abbildung Skizze einer Zonierung
Quelle: DEUTSCHES NATIONALKOMITEE FÜR DAS UNESCO-PROGRAMM MAB (1996)

Mit in Kraft treten des Gesetzes über das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern zum 01.02.2015 wurde das Gebiet entsprechend den Vorgaben in Artikel 4 der „Internationalen Leitlinien für das Weltnetz der Biosphärenreservate“ der UNESCO zur Erfüllung der Schutzfunktion in Kern-, Pflege- und Entwicklungszone gegliedert. Eine Übersichtskarte mit der Zonierung des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe M-V finden Sie hier.

Den überwiegenden Teil der Gesamtfläche wird mit fast 80 % die Entwicklungszone einnehmen. Als Wirtschafts- und Erholungsraum schließt sie die Siedlungsbereiche mit ein. Im Vordergrund stehen hier eine ausgewogene, umweltverträgliche Regionalentwicklung und die Stärkung des ländlichen Raumes.
In der Pflegezone werden auf mindestens 10 % der Fläche die durch menschliche Nutzung entstandenen und besonders wertvollen Lebensräume erhalten und gepflegt.
Die Pflegezonen umgeben als „Pufferzone“ die nur 3 % große und oft aus Teilbereichen bestehende Kernzone. Diese sind besonders sensible und möglichst naturnahe Bereiche und sollen weitgehend unbeeinflusst von menschlicher Tätigkeit sein. Es kann Ausnahmen für z.B. Forschungszwecke geben.