Gesetzliche Änderungen für das Biosphärenreservat

Mit in Kraft treten des "Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Mecklenburg-Vorpommern" zum 01.02.2015 haben sich für das Gebiet und andere Gesetze, Verordnungen und Rechtsvorschriften des Landes einige Änderungen ergeben:
-"Gesetz über das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern und zur Änderung weiterer Gesetze" (pdf)
- "Act on the Biosphere Reserve Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern and on the Amendment of other Acts" (pdf)

  • Die Verordnungen zum Naturpark Mecklenburgisches Elbetal, zum Landschaftsschutzgebiet Mecklenburgisches Elbetal sowie den darin liegenden zehn bestehenden Naturschutzgebiete wurden aufgehoben.
  • Das Biosphärenreservat wurde entsprechend der internationalen Vorgaben aus dem UNESCO-Programm in Kern-, Pflege- und Entwicklungszone gegliedert.
  • Die Flächen des Landschaftsschutzgebietes sind dabei in den Schutzstatus der Entwicklungszone und die Flächen der Naturschutzgebiete in den Schutzstatus der Pflegezonen übergegangen.

Die bereits bestehenden Europäischen Vogelschutzgebiete und die nach Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geschützten Gebiete im Rahmen von Natura 2000 bleiben unangetastet bestehen.

Mit dem neuen Gesetz über das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern wurde auch der Zuständigkeitsbereich des ehemaligen Amtes für das Biosphärenreservates Schaalsee sowie der Behördenname neu geregelt. Mit Wirkung zum 1. Februar 2015 ist der neue Name des Amtes „Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe (BRA SCH-ELB)“. Dieses Amt ist nun zusätzlich zuständige Untere Naturschutzbehörde und Naturschutz-Fachbehörde für den Geltungsbereich des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe M-V. Eine Übersichtskarte mit der Zonierung des Biosphärenreservats finden Sie hier.

Die Allgemeinverfügungen für die Pflegezonen des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern werden in den kommenden Monaten weiter ergänzt. Hier können Sie z. B. die "Allgemeinverfügung zum Angeln in den Pflegezonen des Biosphärenreservats" einsehen.

Hintergrund

Das mecklenburgische Elbetal wurde 1997 als Teil des Biosphärenreservates „Flusslandschaft Elbe“ zusammen mit Flächen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein von der UNESCO anerkannt.
2007 wurde es durch das MAB („Man and Biosphere“)-Nationalkomitee der UNESCO intensiv geprüft mit dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen für das Fortbestehen der UNESCO-Anerkennung grundsätzlich gegeben seien, aber unter anderem eine landesrechtliche Festsetzung als Biosphärenreservat erfolgen müsse.
Das Gesetzgebungsverfahren wurde 2009 eingeleitet, gefolgt von vielen Abstimmungsprozessen, Diskussionen und Begehrungen in den Region und trat dann am 1. Feburar 2015 in Kraft.