Presse

01.06.16

Beschilderung des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe M-V vor dem Abschluss

Umschilderung der ehemaligen Naturschutzgebiete zur Pflegezone des Biosphärenreservates fast fertiggestellt

Ranger Wilfried Jungbluth bringt eines der Schilder „Biosphärenreservat Pflegezone“ an

Mit der Verabschiedung des Gesetzes über das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern im Februar 2015 wurde eine neue Beschilderung für das UNESCO-Biosphärenreservat notwendig. Für die Ausschilderung ist das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe als Untere Naturschutzbehörde zuständig. Die Beschilderung richtet sich neben dem Biosphärenreservatsgesetz auch nach dem Landesnaturschutzgesetz. Dabei wird das Biosphärenreservat nach den internationalen Vorgaben des UNESCO-Programms in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen gegliedert. Das bedeutet für den ehemaligen Naturpark Mecklenburgisches Elbetal: Die Flächen des Landschaftsschutzgebietes sind weitestgehend in den Schutzstatus der Entwicklungszone und die Flächen der Naturschutzgebiete in den Schutzstatus der Pflegezone übergegangen.
So wurden an der Außengrenze die alten Schilder „Naturpark / Landschaftsschutzgebiet“ bereits durch die neuen Schilder „Biosphärenreservat“ ausgewechselt. Dort, wo die Außengrenzen des ehemaligen Naturparks nicht mit denen des von der UNESCO anerkannten und landesrechtlich geschützten Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe M-V übereinstimmen, wurden die Schilder entfernt. Zusammen mit dem Austausch aller bisherigen „Naturschutzgebiet“-Schilder gegen die neuen Schilder „Biosphärenreservat Pflegezone“ wurden durch die Ranger ca. 150 Schilder auf einen aktuellen Stand gebracht. Eine Ausschilderung der Kernzone wird derzeit noch nicht erfolgen, da bisher nur Suchräume für Kernzonen festgelegt sind.

Mit der Aufstellung von weiteren ca. 80 Schildern sollen die neue Außengrenze nordöstlich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lübtheen und die übrigen Pflegezonen vervollständigt werden. Deren genaue Standorte befinden sich in der Abstimmung mit dem Straßenbauamt und den Gemeinden. An den Standorten von Gewässern und Deichen konnte jedoch bereits mit dem Aufstellen von Schildern „Biosphärenreservat Pflegezone“ begonnen werden, da die Absprachen mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU Westmecklenburg) bereits erfolgten.
In der Pflegezone des Biosphärenreservates ist es, ähnlich wie bisher in den Naturschutzgebieten, verboten, die Wege zu verlassen und Hunde unangeleint laufen zu lassen. Um insbesondere der einheimischen Bevölkerung sowie den Besuchern in ausgewählten Bereichen der Pflegezone auch einen Zugang an die Elbe und andere Gewässer wie der Sude und der Löcknitz zu ermöglichen, werden noch so genannte Erholungsbereiche festgelegt und per Allgemeinverfügung bestimmt werden. Die dafür nötigen Abstimmungen zwischen den Kommunen und dem Biosphärenreservatsamt sind fast abgeschlossen. Mit den Erholungsbereichen werden für siedlungsnahe Gebiete der Pflegezone Ausnahmeregelungen geschaffen.