Landschaft

Vor zehntausenden Jahren von den Eiszeiten überformt, prägt heutzutage der Elbstrom mit seinen zahlreichen Nebenflüssen die Landschaft des mecklenburgischen Elbetals.

Im Bereich der Unteren Mittelelbe verläuft der Strom in ca. 200 bis 300 m Breite und in weiten Mäandern bei nur geringem Gefälle. Mitteleuropas drittgrößter Strom durchfließt ein überwiegend zwischen 10 und 20 Kilometer breites Stromtal, die heutige natürliche Aue. Durch die Deiche, die an der Elbe erstmals im 13. Jahrhundert zum Schutz der Menschen und Felder vor Überschwemmungen gebaut wurden, wird die Elbaue auf im Mittel ein bis drei Kilometer Breite begrenzt. Verglichen mit den anderen deutschen Strömen bieten die kilometerweit auseinander liegenden Deiche immer noch viel Platz für wechselnde Wasserstände: die Dynamik eines lebendigen Flusses.

Besonders eindrucksvoll ist der ursprüngliche Charakter diese Flusslandschaft bei Hochwasser. Meist im Winter oder Frühjahr, manchmal aber auch im Sommer oder Herbst, werden die Elbauen überflutet. Dann gleicht diese jahrhundertelang vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft einem weiten Meer.

Panoramafoto Elbaue vom Aussichtsturm Elwkieker in Boizenburg
Panoramafoto Elbaue vom Aussichtsturm Elwkieker in Boizenburg

Vor allem der ehemaligen abgeschiedenen innerdeutschen Grenzlage ist es zu verdanken, dass sich in den letzten Jahrzehnten im 397 Quadratkilometer großen mecklenburgischen Teil des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe eine für Mitteleuropa einmalige Auenlandschaft weitgehend naturnah entwickeln konnte.
Mitlerweile gehören auch die ca. 65 km zwichen Lauenburg/Boizenburg und Dömitz entlang der niedersächsischen Grenze zum fast 1.400 km langen „Grünen Band“, dem größten Biotopverbund Deutschlands. Einige der besonderen Lebensräume unserer Flusslandschaft sowie typische Tiere und Pflanzen stellen wir Ihnen vor.

Einen guten Einblick in die Landschaft des Elbetals erhalten Sie mit der offiziellen Rad- und Wanderkarten.