Heide- und Hügelgräberrundweg in der Bretziner Heide
Dauer: ca. 1,0 - 2 Std.
Die Lüneburger Heide kennt (fast) jeder – aber auch im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-MV lädt einer der letzten Heidestandorte in Westmecklenburg zum Besuch ein. Das 32 Hektar große Naturschutzgebiet "Bretziner Heide" liegt ganz im Norden des Schutzgebietes, in der Nähe von Wiebendorf (B5). Ausgangs- und Endpunkt der zwei ausgeschilderten Wandertouren sind der ausgewiesene Parkplatz am südlichen Rande des Naturschutzgebietes. Von hier aus kann man dieses Heidegebiet erkunden. Es ist ein typisches Ökosystem der Kulturlandschaft, in dem sich eine eigenständige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt hat. Aber auch aus geologischer und ur- bzw. frühgeschichtlicher Sicht kommt der Bretziner Heide mit seinen 13 bronzezeitlichen Hügelgräbern eine besondere Bedeutung zu.
Dauer große Deich-Tour (in Karte rot gekennzeichnet): ca. 3 Std.
Als Ausgangspunkt für diese Tour bietet sich der Marktplatz in Boizenburg/Elbe an (oder der Weidenschneck am Boizenburger Hafen, direkt am Rundwanderweg). Vom Marktplatz entlang der Teiche im beschaulichen Ortsteil Altendorf - evtl. mit einem kleinem Abstecher zum dortigen Storchentümpel mit Infotafel - führt ein Weg in Richtung Sudedeich (dann sudeaufwärts) bis nach Gothmann. Hier begrüßt der erste Storchenhorst von Gothmann die Wanderer. Über die neue Pionierbrücke gelangt man zum sanierten Elbedeich, welchem man stromabwärts bis zum Sudeabschlusswehr folgt. Auf dem „Deichweg“ sind unterwegs verschiede Tiersymbole in den Deich eingelassen und am Vogelschutzturm befinden sich drei Infotafeln über den Naturraum und das „Grüne Band“. Von dort führt der Weg auf dem Boizedeich zum „Weidenschneck“ am Boizenburger Hafen. Nahe des Hafens beginnt der Linden gesäumte Wall, von dem mehrere Wege zurück zum Markt führen.
Dauer kleine Deich-Tour (in Karte blau gekennzeichnet): ca. 1,5 Std.
Der Weg ist bis zum Sudedeich identisch. Beim Sudedeich angekommen geht es jedoch flussabwärts zum Sudeabschlusswehr. Von hier aus geht es wieder über Boizedeich, Hafen und Lindenwall zum Marktplatz.
Lübtheen – ehemaliges Bergbaustädtchen samt Umland
Dauer: ca.: 2 Stunden
Die kleine Lindenstadt Lübtheen ist Ausgangs- und Endpunkt dieser Tour. Von hieraus geht der Weg über Lobethal in Richtung Probst Jesar. Als Rastplatz und Bademöglichkeit bietet sich im Sommer der dortige Probst Jesaer See an, der als ehemaliger Kalisalzschacht auf seinen geschichtlichen Ursprung hinweist. Bei Weiterverfolgung des Weges kann man einen schönen Ausblick auf das Trebser Hochmoor genießen. In Trebs angelangt, wird die Tour in Richtung Jessenitz-Werk fortgesetzt. Interessierte finden dort einen ehemaligen Kalibergbau. Ein Waldweg führt nach Lübtheen zurück.
Wanderung durch die Teldau
Dauer: ca. 2 Std.
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Rastplatz beim „Blauen Wunder", der Sudebrücke zwischen Vorderhagen und Bandekow. Mit Blick auf die Sude und das Naturschutzgebiet „Sudeniederung" wandert man auf dem Deich von Vorderhagen in Richtung Christenland, wo mehrere schöne Warfthäuser aus dem 18. Jh. vorzufinden sind. Von hier aus gelangt man nach Vorderhagen. Nahe der Sudebrücke in Vorderhagen befindet sich auch die Galerie des Fliesenkünstlers Lothar Scholz.
Wanderung durch den Vierwald
Dauer: ca. 2,5 Std.
Ausgangspunkt dieser Wandertour ist der Aussichtsturm „Elwkieker“ oberhalb der Elbhangtreppe und des Schiffsanlegers in Boizenburg-Vier, von wo man einen wunderschönen Ausblick auf das Elbpanorama hat. Folgt man der Wegeausschilderung durch den Ortsteil Vier kommt man ins Naturschutzgebiet "Elbhang-Vierwald". Über den schmalen, hügeligen Weg, der durch zahlreiche eiszeitliche Kerbtäler und artenreichen Laubmischwald führt, gelangt man zum Köpelberg (59,9 m) mit einem Rastplatz. Der dortige Aussichtsturm - mit Blick in Richtung Brackede und Lauenburg - musste leider im Jahr 2009 aus verkehrssicherungs-Gründen zurück gebaut werden. Zurück nach Vier geht es dann über den „Kolonnenweg", welcher als ehemaliger Grenzkontrollweg diente und an dessen Wegrändern einige seltene Pflanzen wachsen.
Wanderung zwischen Dömitzer Altstadt und Elbbrücke
Dauer: ca. 2 Std.
Von der Dömitzer Festung spaziert man über den Elbdeich in Richtung Elbbrücke. Dort führt rechts ein Weg zum alten Brückendenkmal an der Kreuzung der B 195/191. Weiter geht es stadtwärts zur sanierten Steinschleuse, über Dove Elbe, Altstadt zurück zur Festung.
Im Biosphärenreservat finden Sie verschiedene Lehr- und Erlebnispfade zu ganz unterschiedlichen Themen – ein Besuch lohnt sich immer! Erleben Sie folgende Pfade und fragen Sie nach weiteren Informationen:
Dünenlehrpfad Klein Schmölen
Im Naturschutzgebiet "Elbatdünen bei Klein Schmölen" hat die Biosphärenreservatswaltung zusammen mit dem StALU Schwerin das Projekt "Dünenlehrpfad" entwickelt. Der Lehrpfad gibt ein anschauliches Bild von der Entstehung der Dünen, ihren besonderen Lebensräumen und typischen Bewohnern sowie der Gefährdung dieser Lebensräume und der zum Erhalt notwendigen Pflegemaßnahmen. Am Beispiel dieses Schutzgebietes wird zugleich das Schutzgebietssystem „Natura 2000“ den Besuchern vorgestellt.
Der Lehrpfad besitzt 12 Themen-Pulttafeln. Sie sind so angebracht, dass keine Störung des Landschaftsbildes auftritt. Als Themen werden ausführlich erklärt die Hintergründe zur Entstehung und historischen Nutzung der Dünen, die typische Tier- und Pflanzenwelt mit ihren besonderen Anpassungsstrategien, notwendige Pflegemaßnahmen, Gefährdungen sowie das europäische Netz von Schutzgebieten („Natura 2000“).Der Verlauf des Lehrpfades führt die Besucher vom Aufgang zum Aussichtspunkt auf der Mitteldüne über den bewaldeten Nordhang der Düne zur Ostseite der Hauptdüne an den Verbindungsweg Klein Schmölen-Polz zurück. Er hat eine Länge von etwa 1,6 km.
Bei naturkundlichen Führungen durch die Naturwacht können auch ausführlichere Erklärungen gegeben werden.
Schilferlebnispfad Lübtheen "Natur im Wandel der Zeit"
Natur ist nicht statisch. Natur ist immer im Wandel. Mal deutlich sichtbar – wie zum Beispiel beim Hochwasser und Überschwemmungen an der Elbe und mal langsam und über Jahre hinweg – wie hier im 12 ha großen Lübtheener Schilfgebiet.
Das Gebiet ist von der Lübtheener Innenstadt kommend ausgeschildert und Lebensraum verschiedener Tierarten: z.B. Rohrweihe, Rohr- und Feldschwirl, Schilf-, Teich- und Sumpfrohrsänger, Tüpfelsumpfhuhn, Wasserralle, Reh- und Schwarzwild, Fuchs und Ringelnatter.
Der Lehrpfad führt u.a. über einen ehemaligen Bahndamm sowie einen kleinen Moorsteg und behandelt u.a. folgende Themen: Wie entwickelt sich Natur ohne menschliche Nutzung? Welche menschlichen Einflüsse sollten aus einem geschützten Biotop herausgehalten werden? Welche Tier- und Pflanzenarten kommen in diesem Lebensraum vor?
Führungen für Schulklassen und Gruppen mit der Naturwacht können gerne angefragt werden.